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Gutshof-Leben in Ostpreußen: Erst Schule, dann Scheune

Bruno J. wurde 1929 in Ostpreußen in der Nähe von Königsberg (1) geboren, wuchs mit sechs Geschwistern in Galtgarben auf. Seine frühen Erinnerungen besagen, dass er Maiglöckchensträußchen an Sonntagsausflügler aus Königsberg verkauft hat und sich schon als relativ kleines Bürschchen die ersten Groschen verdient hatte.

Symbolfoto: Barbara H.


Kindheit in der Gutsanlage

Wir lebten in einer großen Gutsanlage unmittelbar am Fuß des Galtgarben (2), der von einem Bismarckturm (3) gekrönt war. Unmittelbar darunter lag die im Winter seit den 1920er Jahren sehr beliebte Skisprungschanze. Der Abfahrtshügel wurde oberhalb unseres Gutes durch einen Stacheldrahtzaun begrenzt. Eine meiner wohl allzu kühnen Schlittenabfahrten endete einmal sehr schmerzhaft in dem Stacheldraht. Eine Narbe erinnert mich bis heute an diese Schlittenpartie.


Symbolfoto: Barbara H.


Die einzelnen Gebäude des Gutes gruppierten sich um einen großen Hof. Da war zunächst das zweistöckige Herrenhaus, in dem der Eigentümer, der Korvettenkapitän K., mit seiner Familie lebte. Allerdings wohnte eigentlich nur Frau K. dort, Mann und Sohn, letzterer war auch bei der Marine, waren fast immer abwesend. Ein Anbau des Gutshauses diente dem Pächter W. und seiner Familie als Wohnung. Seitlich davor befanden sich die Hundehütte des Bernhardiners Nero und die Ställe für das Kleinvieh wie Schweine und Hühner. Daneben lag unser Wohngebäude – übrigens in der landesüblichen Fachwerkbauweise – mit einem ziemlich großen Nutzgarten, der genügend Kartoffeln, Gemüse und Obst für unsere große Familie bot.

In einem Stall hielten wir unsere Hühner; ich züchtete dort meine Zwerghühner, was mir viel Freude machte. Unseren Hund brauchten wir als Wächter, da unmittelbar an unserem Haus und Garten entlang ein von Ausflüglern rege genutzter Pfad führte.

Symbolfoto: Barbara H.


Gegenüber auf der anderen Hofseite vervollständigten die Gutsanlage zwei große Scheunen, die unter anderem als Stall für die Arbeits- und Kutschpferde genutzt wurden sowie an der Stirnseite des Hofes der Kuhstall. Übrigens befand sich ein vom Frühjahr bis zum Herbst immer gut besetztes Storchennest hoch oben auf einer der Scheunen, dessen Bewohner von einem nahen Teich profitierten, an dessen Ufer ein kleiner Holzspeicher stand. Der untere Teil war vielleicht ursprünglich als Gänsestall gedacht; im oberen Teil wurden Heu und Stroh gespeichert.

Außerhalb dieses Hofkomplexes gab es in Galtgarben noch ein repräsentatives Gebäude: die sehr schöne stattliche und im Sommer und Winter gern und viel besuchte Gaststätte des Herrn B., im Stil einem Schwarzwaldhaus ähnlich. Zu erwähnen sind auch zwei nahe gelegene Kleinhöfe.

Mein Adoptivvater Karl J. war Hofverwalter in Galtgarben. Wir waren sechs Geschwister: Ich war der Älteste, es folgten Waltraud, Martin, Renate, Ilse und Fritz, der Kleinste, war genau zehn Jahre jünger als ich.

Vater wollte, dass ich alle Bereiche der Landwirtschaft kennen lernte

Unser Leben spielte sich im engen Umfeld von Galtgarben ab. Vater musste in den Krieg ziehen (4). So meine ich, dass ich etwa 1941 zum ersten mal Königsberg besuchte. Ungefähr in diese Zeit fällt auch die einzige „Vergnügungsreise“, die nach meiner Erinnerung unsere Mama je unternahm. Sie besuchte – sicherlich handelte es sich nur um wenige Tage – Vater in Wien, der dort stationiert war.

Wir Kinder „wurstelten“ während dieser kleinen Woche allein und erfreuten uns ausgiebig an dem selbst gekochten „Klunkermus“, einer Weizen-Milchspeise, die gesüßt oder auch natürlich herrlich schmeckt. Was unsere Mutter uns nach ihrer Rückkehr von Wien erzählte, weiß ich noch heute. Ich muss also sehr beeindruckt gewesen sein: Die Donau sei gar nicht blau, der Prater riesengroß und das Riesenrad einfach fantastisch, die Gondeln sähen aus wie Eisenbahnwagons und viel Interessantes mehr.

Prater in Wien (Foto: St. Laubscher/Pixabay)

Vor allem im Sommer mussten wir den Erwachsenen tüchtig helfen. Es gab auch für uns Kinder reichlich zu tun; Vater legte Wert darauf, dass ich die unterschiedlichen Bereiche in der Landwirtschaft kennen lernte.

Nach der Schule, wenn die Hausarbeiten erledigt waren, hieß es oft: Holz hacken für den Winter! Alles vom Baum wurde verwertet, auch der „Strauch“ , wie wir Geäst und Reisig nannten. Wir verbrauchten ja im Winter Unmengen von Holz zum Heizen, wenn man nur an den riesigen Küchenherd denkt, auf dem Mutter immer für mindestens sieben bis acht Personen kochte oder an den Backofen im Vorraum unseres Hauses, in dem Mutter alle 14 Tage fünf zehnpfündige Brote backte. Bekamen wir Besuch von auswärtigen Verwandten, war immer großes Kuchenbacken angesagt.

Bei den Kühen – nur eingetragenes Herdenbuchvieh (5) wurde gehalten – ging ich dem „Schweizer“ (6) zur Hand, dessen Bedeutung schon daran sichtbar war, dass er immer ein rot-weiß gestreiftes Hemd als Berufskleidung trug. Ich lernte melken und wurde damit betraut, die Kühe zu hüten, wenn sie nach der Getreideernte in den Klee getrieben wurden, den man zwischen die Stoppeln eingesät hatte.

Übrigens nutzte ich die abgeernteten Felder auch, um meine selbst gebauten Drachen steigen zu lassen. Wenn sie hoch in der Luft standen, band ich das Kordelende am Zaun fest und präsentierte sie stolz unserer Mutter, die die Leistung dann gebührend bewunderte.

Symbolfoto: Hans/Pixabay

Es gab auch Krankheiten bei den Kühen, wie etwa die gefürchtete Maul- und Klauenseuche. Allerdings ging man anders mit diesem Problem um als heute. Man kam ohne Veterinär aus und versuchte, die Krankheit mit traditionellen Hausmitteln zu heilen: Die erkrankten Füße wurden in einen Eimer mit Eichelsud gestellt; es war eine harte Arbeit, die Kühe dazu zu bringen, die Prozedur zu dulden.

Gern war ich bei den Pferden. Auf unkonventionelle Art lernte ich reiten, meist ohne Sattel, zudem waren außer den beiden Kutschpferden sämtliche Pferde schwere Kaltblüter für die Feldarbeit. Immerhin wurde ich auf dem Pferd so sicher, dass ich mir heute noch das Reiten zutrauen kann.

Symbolfoto: Barbara H.

Die Hühner mit Gerste füttern konnten wir schon als kleinere Kinder. Auch das Kleinhacken hart gekochter Eier als Kükenfutter war eine Aufgabe für uns Kinder.

Übrigens profitierten wir von den zahlreichen Ausflüglern, die vor allem an Wochenenden das ganze Jahr über in Scharen kamen. So verdiente ich als Fahrradwächter manches Taschengeld. Wir gaben ganz professionell richtige Nummernkärtchen aus.

Vor dem Winter: Versorgung mit Kartoffeln, Karotten und Schweinefleisch

Die kalte Jahreszeit kündigte sich meist kurz nach der Kartoffelernte mit den ersten Frösten an. Vor der Regenperiode, die dann einsetzte, mussten die Kartoffeln „eingekellert“ werden; die Karotten wurden eingesandet und wie die Fässer mit dem Sauerkraut in der „Kammer“, einem Nebenraum mit Bohlenfußboden, denn unser Haus war nicht unterkellert, verwahrt. Etwa in diese Jahreszeit fiel auch das Schweineschlachten; Vater verstand sich auch darauf. Die Aktion war „schwarz“, das heißt heimlich, weil es verboten war; es muss wohl während der ersten Kriegsjahre gewesen sein, als die Versorgung der Städter schon ziemlich angespannt war.

Otto G., ein Schwager meines Vaters, profitierte mit seiner Familie von dem „Schlachtfest“; Vater hielt Städter nämlich für „arme Hungerleider“. Onkel Otto besuchte uns oft, vor allem mit einer seiner beiden Töchter, die heute in Boltenhagen (7) lebt und mit der ich noch Kontakt habe. Der Onkel war Maurer und gab Vater wertvolle Tipps für Reparaturen an unserem Haus; ständig war da etwas zu richten, ob es sich um die Doppelfenster handelte oder die Läden oder was auch immer. Vater war äußerst geschickt, nicht nur in seinem eigentlichen Tätigkeitsfeld, sondern ihm gelang durchaus auch ein perfekter Terrazzofußboden.

Doch zurück zu dem Onkel. Da er von Jugend an überzeugter Kommunist und somit ein erbitterter Gegner der Nationalsozialisten (8) war, was ihn ständig gefährdete, gelang es ihm zunächst, sich dem Militär zu entziehen.

Aber etwa Anfang der 40er Jahre, im Zweiten Weltkrieg, wurde er eingezogen. Nach dem Krieg lebte er in der DDR (9) und wurde Bürgermeister von Boltenhagen.

Ostpreußens weiße Winter

Im Winter gab es zuverlässig mindestens ab Weihnachten Schnee, manchmal auch schon im November. Dann hatten wir eigentlich mehr freie Zeit als im Sommer. So genossen wir das rege Treiben an der immer sehr besuchten „Ostpreußenschanze“, Fahrten mit dem Pferdeschlitten, oder wir bastelten uns primitive Skier und flitzten dann halsbrecherisch – auch mit dem Schlitten – „unseren“ Berg hinunter, möglichst nicht in den Stacheldrahtzaun hinein.

Besondere Höhepunkte bot im Winter eigentlich immer unser zugefrorener Teich. Wenn das Eis dick genug war, bohrten wir in der Mitte ein Loch ins Eis, steckten eine Stange hinein und warteten ein paar Tage, bis sie fest gefroren war, dann wurde nach einem komplizierten System mit Hilfe eines Ringes, eines Dorns, einer Öse ein langer Stab – möglichst noch verlängert durch ein Seil – als Schwengel oben an der Stange befestigt und fertig war ein herrliches Eiskarussell, an dem wir mit Schlittschuhen oder die kleinen Geschwister mit dem Schlitten im Kreis fliegen konnten, bis uns schwindelig wurde. Der Teich war also besonders im Winter eine Attraktion, obwohl ich im Sommer gern Karauschen – auch Bauernkarpfen genannt - angelte. Abgesehen davon lernte ich hier auch schwimmen.

Symbolfoto: garten-gg/Pixabay

Als Ältester von sechs Kindern hatte ich natürlich die Kleinen zu hüten. Wenn etwas schief ging, wurde immer ich zur Rechenschaft gezogen, aber das ist ja bekanntlich das Schicksal aller ältesten Kinder! Ich muss allerdings auch zugeben, dass wir – wenn die Eltern ein seltenes Mal außer Haus waren – wie die Wilden tobten, was mitunter zu Blessuren wie blauen Flecken oder Schürfwunden führte, die dann getarnt werden mussten. Angeblich war man dann auf dem vereisten Umfeld der Pumpe – wir hatten kein fließendes Wasser – ausgeglitten oder Ähnliches. Ich weiß nicht, wie oft meine älteste Schwester Waltraud meine langen Strümpfe, die ich unter der kurzen Hose trug, heimlich flicken musste, wenn ich wieder einmal am Stacheldrahtzaun hängen geblieben war. Von ernsten Krankheiten blieben wir verschont. Ich erinnere mich zwar, dass Geschwister einmal Masern hatten. Von mir weiß ich nur, dass ich einmal – ich war wohl etwa zehn Jahre alt – mit Scharlach krank im Bett lag. Ich war fleckig am ganzen Körper und hatte ständig Durst. Ein Arzt wurde gerufen, das war wirklich äußerst ungewöhnlich, und entschied, dass ich sehr viel trinken müsse.

Regelrecht „adoptiert“ hatte ich Fritz, unseren Jüngsten. Als er Baby war, gab ich ihm sogar gelegentlich seine Milch und weiß heute noch, dass man ohne Thermometer die Wärme der Milch prüft, indem man die Flasche in Augenhöhe an die eigene Schläfe legt.

Im Schulunterricht: das Ostpreußenlied und ein Gedicht

Ab 1939 unterrichteten uns Lehrerinnen, da die Lehrer eingezogen waren. Es gab eine Ausnahme: Herr K., ein Pensionär aus Königsberg, kam jeden Tag mit dem Zug bis Drugehnen; von dort fuhr er mit dem Bus nach Kumehnen. Er muss beliebt gewesen sein, denn es entwickelte sich die Gepflogenheit, dass etliche Kinder ihn von der Bushaltestelle abholten, ihm die Tasche trugen und ihn zur Schule begleiteten. Lebhaft erinnere ich mich an Fräulein K. – nach dem Krieg lebte sie in Kiel -, die vor allem Musik unterrichtete.

Einmal glänzte ich bei ihr im Unterricht, weil ich den Mut fand, das Ostpreußenlied vorzusingen; ich erntete dafür die Note „sehr gut“. Ein Gedicht aus der Zeit der Ordensritter kann ich heute noch auswendig (s. Anhang 1).

Eines Tages, als mein Vater nach einem Heimaturlaub wieder an die Front musste, wollte meine Mutter ihn bis Königsberg begleiten. Ich war der Meinung, dass wir bei der Gelegenheit einen schulfreien Tag verdient hätten. Aber wie das anstellen?! Also markierte ich starke Bauchschmerzen. Die Lehrerin erkundigte sich mitfühlend nach dem Grund meines „Unwohlseins“, forschte nach, ob ich etwas Schlechtes gegessen hätte, etwa zu frisches Brot…Worauf ich treuherzig antwortete, meine Mutter habe gerade Brot gebacken.

Aha, da war die Wurzel des Übels gefunden, und meine Schwester Waltraud wurde beauftragt, mich nach Hause zu begleiten. Wie es dazu kam, dass Waldi, der Sohn des Pächters, mich armen Kranken ebenfalls begleiten durfte, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls schlichen wir zu dritt eilends nach Hause. Dort angekommen – o Schreck! – stellten wir fest, dass die Eltern noch gar nicht nach Königsberg aufgebrochen waren. Waldi hauchte nur geistesgegenwärtig: „Wir müssen in Deckung gehen!“. Über alles Weitere legt man besser den Mantel des Schweigens…

Übrigens, bei uns zu Hause wurde platt gesprochen, bis das dritte Kind – Martin – in die Schule kam. Meine Eltern beschlossen, dass es für ihre Schulkinder besser sei, wenn sie künftig hochdeutsch sprächen. Das geschah dann auch. Ich bin dankbar, dass ich mir bis zum heutigen Tag meinen ostpreußischen, heimatlichen Tonfall bewahren konnte, denn schließlich ist die Sprache das Einzige, das einem nie genommen werden kann. Ich bedaure sehr, dass der samländische Dialekt untergehen wird oder eigentlich schon untergegangen ist.

Da ich im Mai geboren bin, wurde ich Ostern 1943 mit noch dreizehn Jahren aus der Schule entlassen. Zu dem Zeitpunkt feierte ich auch meine „Einsegnung“ – das war die bei uns übliche Bezeichnung für die Konfirmation – in der Kirche von Kumehnen, die mal von Ordensrittern erbaut worden war.

Anhang 1

Schuster, bleib bei deinen Leisten

Hans Sagan war ein Junggeselle in Königsberg am Pregel,

der hämmerte das Leder schnell und pechte nach der Regel.

Doch als der Ordensmarschall rief zum Kriege mit den Polen,

der Hans zur nächsten Schmiede lief,

sich auch ein Schwert zu holen.

Es stand beim Schmied sein Töchterlein – ein Mädchen fein.

Sie sah dem Hans ins Angesicht

und sprach: „Schuster, geh doch nicht!

Bleibe doch bei Deinen Leisten!“

(Verfasser unbekannt)

(1) Königsberg war die Hauptstadt der deutschen Provinz Ostpreußen. Ihre nahezu siebenhundertjährige Geschichte endete infolge des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt wurde 1946 als fortan russische Stadt in Kaliningrad umbenannt.

Königsberg entstand bei der 1255 vom Deutschen Ritterorden an der Pregelmündung im Südosten der Halbinsel Samland errichteten gleichnamigen Burg. Bis 1945 war Königsberg als Hauptstadt der preußischen Provinz Ostpreußen deren kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Mit der Reichsgründung wurde es 1871 zur nordöstlichsten Großstadt des Deutschen Reiches. Im April 1945 eroberte die Rote Armee in der Schlacht um Königsberg die durch zwei britische Luftangriffe schon 1944 weitgehend zerstörte Stadt. Anschließend nahm die Sowjetunion das nördliche Ostpreußen mit Königsberg in Besitz. Die nach der Eroberung Königsberg verbliebene Zivilbevölkerung, welche die ersten Nachkriegsjahre überlebt hatte, wurde bis 1948 in die Sowjetische Besatzungszone abgeschoben.

Quelle: wikipedia-org

(2) Der Galtgarben ist mit 111 m der höchste Punkt des Alkgebirges im Samland und liegt im heutigen Rajon Selenograds; einem Teil der etwa 75 km langen und etwa 30 km breiten ostpreußischen Halbinsel, die zwischen dem Frischen Haff und dem Kurischen Haff in der Ostsee ragt. Im Winter wird er seit Ende der 1920er Jahre zum Skifahren genutzt. … 1910 erwarben der Stadt- und Landkreis Königsberg den Galtgarben. … Die Königsberger Studentenschaft feierte dort bis 1939 die sommerlichen Sonnenwendfeiern und später die Palaestrafeste. Als westlicher Teil des nördlichen Ostpreußens gehört das Samland seit 1945 zu Russland.

Quelle: wikipedia


(3) Der Bismarckturm wurde 1906 eingeweiht … Anlässlich von Bismarcks 10. Todestag besuchte die Königsberger Studentenschaft den Turm am 23. Juli 1914 kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Zu Beginn der Schlacht um Ostpreußen im Januar 1945 sprengte sich die letzte deutsche Truppeneinheit im Bismarckturm in die Luft.

Quelle: wikipedia


(4) In den fast sechs Jahren des Zweiten Weltkriegs mussten weltweit geschätzt 110 Millionen Männer, aber auch Frauen und Kinder, als Soldaten kämpfen. Am Ende des Krieges waren rund elf Millionen deutsche Soldaten in Gefangenschaft, davon 3,3 Millionen in der Sowjetunion. Von ihnen kehrten nur zwei Millionen nach Deutschland zurück. Von den 5,7 Millionen Soldaten der Roten Armee, die in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten, überlebten nur 2,4 Millionen die katastrophalen Bedingungen. --- Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. In Europa endete er mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945. In Asien dauerte er noch bis zur Kapitulation Japans im August 1945.

Quelle: planet-wissen.de


(5) Das Zuchtbuch (auch Herdbuch oder Zuchtstammbuch) ist eine von einem Zuchtverband geführte gesonderte Zusammenstellung beglaubigter Abstammungsnachweise von Zuchttieren, Haustierrassen, Tierfamilien oder Tierstämmen.

Die Tierzucht hat ein großes Interesse, die Abstammung der Zuchttiere zu kennen, weil deren Nachkommenschaft die verlangten Eigenschaften umso sicherer besitzen wird, je reiner Eltern und Voreltern des betreffenden Tiers in der bestimmten Rasse fort gezüchtet sind, und je ausgeprägter diese die schätzbaren Rasseeigentümlichkeiten besaßen. Durch Inzucht und Linienzucht nehmen jedoch auch rassetypische genetische Krankheiten zu; zum Beispiel hat die Hüftdysplasie des Hundes je nach Hunderasse eine Häufigkeit bis über 50 Prozent …

Quelle: wikipedia


(6) Schweitzer, veraltet auch Schwitzer, ist eine ehemalige Berufsbezeichnung. Sie übten außerhalb ihres Landes entsprechend ihren Fähigkeiten bestimmte Berufsarten aus. Mit der Zeit ging der Begriff Schweizer auf den typischen Beruf über (oft auch unabhängig von der Herkunft des Ausübenden).

Quelle: wikipedia-org


(7) Das Ostseebad Boltenhagen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Als anerkanntes Seebad trägt es den Titel Ostseebad. Boltenhagen liegt etwa 20 km westlich der Hansestadt Wismar und 30 Kilometer östlich der Hansestadt Lübeck.

Quelle: wikipedia


(8) Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, rassistische, ultranationalistische, völkische, sozialdarwinistischen, antikommunistische, antidemokratische und antipluralistische Ideologie. Seine Wurzeln hat er in der völkischen Bewegung, die sich etwa zu Beginn der 1880er Jahre im deutschen Kaiserreich und in Österreich-Ungarn entwickelte. Ab 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, wurde er zu einer eigenständigen politischen Bewegung im deutschsprachigen Raum.

Quelle: wikipedia


(9) Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der kleinere, realsozialistische der beiden deutschen Staaten, der vom 7. Oktober 1949 bis zur Herstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 bestand. Die DDR war aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervorgegangen, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 geschaffen wurde. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorischen Regime, das bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte. Während der vier Jahrzehnte ihres Bestehens blieben die DDR und ihre Staatsführung, wie die anderen realsozialistischen Ostblockländer, weitgehend von der Sowjetunion abhängig. ...

Quelle: wikipedia


Auszug aus „Von Galtgarben nach Gerresheim – Aus meinen Erinnerungen“, erzählt von Bruno Max J., aufgeschrieben von Mia K. (2013), bearbeitet von Barbara H. (2023)

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