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Als Frontsoldat im eisigen Winter der Ukraine

Seine Kindheit erlebte Gerhard W. in einer schlesischen Familie in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen (1) in Waldenburg. Er wurde 1918 geboren. Zur Familie gehörte der um acht Jahre ältere Bruder Otto und die zwei Jahre jüngere Schwester Ilse. Die Stadt Waldenburg war schlesisch, wurde 1945 polnisch und liegt zwischen dem Riesen- und dem Eulengebirge, etwa 65 km südwestlich von Breslau.

Gerhard war 20, als er einen großen Feuerschein sah und erfuhr später, dass die Synagoge angezündet worden war und gebrannt hatte.



Brennende Synagogen – und es kam noch schlimmer

Pogrome (2): Eines Abends im November 1938 sah ich von weitem, wie die Synagoge in Waldenburg brannte. Ich kam gerade von einer Probe des Posaunenchors und sah hinter der Halde einen großen Feuerschein. Später hörte ich, dass es die Synagoge war, die gebrannt hatte.


Ich erinnere mich auch daran, dass in Waldenburg jüdische Geschäfte zerstört wurden. Vor diesen Geschäften standen Nazis (3) in Uniform und schrien: „Hier geht man nicht rein, wir kaufen bei Deutschen und nicht bei Juden (4)!“

Gerade für Juden, die schon im Ersten Weltkrieg für Deutschland als Soldaten gekämpft und dafür vielleicht sogar eine Auszeichnung, das Eiserne Kreuz, erhalten hatten, war diese Entwicklung unverständlich.

Aber es kam ja noch schlimmer!

Als wir einmal einen Onkel in einer anderen Stadt besucht haben, stand am Ortseingang das Schild „Hier sind Juden unerwünscht!“ Furchtbar!

Ich selbst kannte keine Juden, auch in meiner Klasse waren meines Wissens keine jüdischen Mitschüler. Aber ich weiß, dass mein Vater von einem Juden eine Hypothek erhalten hatte. Ich habe selbst nicht erlebt, dass jüdische Familien deportiert wurden und plötzlich nicht mehr da waren.

Reichsarbeitsdienst zum Kriegsbeginn

Bevor der Zweite Weltkrieg [im September 1939] begann, wurde ich zum Reichsarbeitsdienst (RAD) (5) abkommandiert. Das war eine Vorstufe des Militärs. Ich war in Korsenz an der deutsch-polnischen Grenze stationiert. Bei der Ankunft bekam ich eine Uniform und wurde in einer Baracke untergebracht.

Nur eine Waffe hatten wir alle nicht, stattdessen einen Spaten. Damit wurde exerziert. Die Appelle zum Aufstehen, Waschen, Bettenmachen, Frühstücken etc. wurden immer von einem Pfeifen des Gruppenführers begleitet. Vor dem Frühstück war Frühsport angesagt, meistens Gymnastik.

Morgens und nachmittags wurde draußen gearbeitet: entweder haben wir Gruben ausgehoben oder Gräben trockengelegt. Am Abend gab es die Putz- und Flickstunde, in der die Kleidung in Ordnung gebracht wurde. Oft wurde dann nachts noch ein Marsch befohlen.

Wir bekamen als Arbeitsdienstler 25 Pfennig am Tag. Davon konnte man sich schon mal beim Bäcker eine Schnecke kaufen.

Ich glaube, ich war während der RAD-Zeit nur ein- oder zweimal zu Hause. Wir hielten Kontakt über Briefe.

Hinrichtung: Wir mussten zuschauen

Ich war noch beim RAD, als der Polenfeldzug (6) begann. Eines Tages wurden wir in Schmiegel in einer Schule einquartiert. Diese polnische Stadt war zu dem Zeitpunkt schon von der Wehrmacht besetzt. Sie lag ganz in der Nähe von Lissa, meinem Geburts- und Taufort.


Eines Tages bekamen wir den Befehl, auf den Marktplatz zu gehen und diesen abzusperren. Wir erfuhren, dass dort ein deutscher Soldat von Polen erschossen worden war. Daraufhin hatte die SS (7) einige prominente Bürger der Stadt festgenommen. Zwei Tage später mussten wir wieder auf den Marktplatz und zuschauen, wie diese Menschen von SS-Leuten standrechtlich erschossen wurden. Das war für mich ein grauenvolles Erlebnis.

Als mein RAD-Dienst zu Ende war, wurde ich zuerst nach Hause entlassen. Aber es kam nicht überraschend, dass ich gleich danach zur Wehrmacht eingezogen wurde. Ich kam nach Breslau zur Infanterie. Nur wer sich damals freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hatte, konnte sich die Waffengattung aussuchen.

Mit der Wehrmacht nach Frankreich

In Breslau habe ich meine Rekrutenzeit absolviert. Nach der Ausbildung sind wir 1940 nach Frankreich gekommen, und zwar an die Normandie-Küste, nicht weit von Rouen. In welchem Ort genau wir waren, weiß ich heute nicht mehr. Wir waren dort jedenfalls in einem sehr schönen Schloss untergebracht. Mit der französischen Bevölkerung hatten wir überhaupt keinen Kontakt. Ich musste gelegentlich mit der Bahn nach Paris fahren, um die Feldpost vom Flughafen Le Bourget abzuholen, die dann unter den Kameraden verteilt wurde. Feldpost wurde immer sehnlichst erwartet.

Da es zu dieser Zeit in unserer Region keine Kampfhandlungen gegen die Franzosen mehr gab, haben wir Übungen gemacht, die dazu dienten, eine Landung mit Booten in England vorzubereiten. Irgendwann im Sommer 1941 herrschte plötzlich Ruhe in der Normandie. Die Übungen mit den Booten hörten auf, wir hatten nur normale militärische Dienste.

Ich kann mich erinnern, dass unsere Gruppe einmal mit der Eisenbahn nach Paris fuhr und dort alle interessanten Touristenschauplätze wie den Eiffelturm, den Invalidendom, den Montmartre und andere Attraktionen unter fachmännischer Führung besichtigen konnten. Man zeigte uns auch das Wehrmacht-Casino, ein anderer Ausdruck für das „offizielle“ Wehrmachtbordell.

Überfall auf überraschte Russen

Meine Einheit wurde dann mit Güterzügen nach Ostpreußen verfrachtet. Dort waren wir monatelang stationiert. Keiner wusste, warum wir dort so lange blieben. Unser Lager befand sich im Wald. Aus den Bäumen haben wir uns Hütten gebaut.

Mit dem „Unternehmen Barbarossa“ (8) sind wir dann nach Russland einmarschiert. Man kann sagen, wir haben die Russen überfallen. Es fiel kein einziger Schuss, jedenfalls hörte ich keinen – die Russen waren viel zu überrascht, um den Überfall zu verhindern.

Unsere Pioniere marschierten zuerst ein und bauten Brücken, damit der Tross folgen konnte. Die russische Armee war eigentlich gut ausgerüstet, viele ihrer Waffen, zum Beispiel die Panzerabwehrkanonen, stammten aus deutscher Produktion. Die Deutschen hatten übrigens auch Granatenmunition an die Engländer geliefert.

Immer draußen, immer wachsam, immer im Gefecht

Unser Marsch führte uns durch gefährliche Sümpfe, in denen wir beinahe versunken wären. Der ganze Trupp mit allen Kriegsgerätschaften kam ansonsten gut vorwärts. Autos gehörten damals noch nicht zu unserer Ausrüstung, nur Pferdegespanne. Der Voraustrupp requirierte zuerst eine große Scheune, eine Schule oder einen Saal, damit der Rest der Truppe ein Nachtquartier hatte. Das gelang aber nicht immer.

Heute kann sich bestimmt kein Bundeswehrsoldat vorstellen, wie die Wehrmachtsoldaten damals im Krieg lebten. Egal, wo man gerade war und egal, wie das Wetter gerade war: wenn die Nacht kam, musste man irgendwo schlafen, ob im Wald, auf einer Wiese oder einem Acker. Und immer musste man wachsam sein und aufpassen, ob sich jemand näherte.

In der Nähe von Gefechten musste man sich eine kleine Vertiefung graben, diesen Graben eventuell mit Brettern absichern und einen Wall aufwerfen, damit man ein wenig geschützt war. Die Melder mussten dann rasch zur Feldküche laufen und etwas zu essen und zu trinken besorgen. Ich war auch eine Zeitlang Melder.

Aber immer waren wir draußen – bei Sonnenschein, Regen, Hagel oder Schnee. Als einzigen Schutz hatte jeder Soldat ein Stück wasserdichte Zeltplane. Mit sechs Kameraden konnte man dann aus den sechs Planen ein Zelt bauen. Eine Zeltplane konnte man auch als Regenumhang benutzen.

Die Kampfhandlungen verliefen in verschiedenen Angriffswellen, mal war Gefechtsruhe und dann gingen die Gefechte weiter. Ganz schlimm wurde es bei Smolensk (9). Die Russen kämpften erbittert mit allen Waffen, die ihnen zur Verfügung standen. Trotzdem wurden sie von der deutschen Wehrmacht niedergekämpft, die allerdings auch große Verluste erlitt. Es war grausam, das mitansehen und miterleben zu müssen.

Weitermarschieren ohne Pause

Einmal mussten wir 80 Kilometer marschieren, um eine entfernte Truppe zu entlasten. Wir sind Tag und Nacht gelaufen, es war schrecklich. Obwohl wir nicht mehr konnten und völlig erschöpft waren, mussten wir weiter marschieren.

Wenn wir uns gesetzt hätten, wären wir nicht mehr hoch gekommen. Also mussten wir im Stehen und im Laufen essen und trinken. Es war eine entsetzliche Quälerei, zumal wir dann sofort ins Gefecht mussten. Ich habe mir in dieser Situation gewünscht, dass mich eine Kugel trifft, damit die Schmerzen aufhören.

Dörfer und Städte "niederbrennen"

Beim Rückmarsch kam immer der Befehl „Niederbrennen“, das heißt, die Soldaten mussten in den Dörfern und kleinen Städten alles in Brand setzen, damit die Russen bei ihrem Vormarsch keine intakten Unterkünfte mehr vorfanden. Ich sehe noch die übrig gebliebenen Schornsteine vor mir.


Übrigens wurde dieser Befehl der „verbrannten Erde“ auch in Frankreich erteilt, als sich die deutschen Truppen zurückzogen. Dabei waren die vorrückenden amerikanischen Truppen auf französische Unterkünfte gar nicht angewiesen.

Unter Beschuss: Schwer verletzt, aber gerettet

Bevor man als Soldat an einem direkten Angriff teilnahm, bekam man einen Schnaps – wahrscheinlich sollte dadurch der Mut gestärkt werden. Ich kann mich besonders an eine Schlacht erinnern, denn dort erlitt ich meine erste Verwundung. Der Kampf fand auf freiem Feld statt, und die Russen haben uns dermaßen „zusammengeschossen“, dass es unzählige Tote und Schwerverletzte gab.

Ich war einer der Soldaten, die die Maschinengewehrschützen mit Munition versorgten. Meine Hauptaufgabe war es, Munitionskisten für unsere Maschinengewehrschützen herbeizutragen. Dabei musste man sich ganz klein machen und nicht den Kopf heben, denn sonst gab man eine gute Zielscheibe für den Feind ab. Bei Artilleriegefechten war das etwas anderes. Da flogen die Granaten in alle Richtungen und man konnte herumlaufen und versuchen, anderen zu helfen.

Ein Kamerad aus Schlesien direkt neben mir bekam einen Volltreffer ab. Es war ein Bauchschuss, und ich werde nie vergessen, wie furchtbar das aussah, als er dann starb. Man sagt ja heute scherzhaft: „Er hat ins Gras gebissen“, wenn jemand gestorben ist. Aber ich habe gesehen, dass dieser arme Kamerad buchstäblich vor Schmerzen ins Gras gebissen hat, bevor er starb. Obwohl dieses Ereignis so viele Jahre zurückliegt, kann ich es nicht vergessen.

In diesem Infanteriegefecht wurde ich dann schwer verletzt durch einen Gesäßdurchschuss. Wer mich gerettet hat, kann ich nicht sagen. Ich glaube nicht, dass es Sanitäter waren, sondern Angehörige der „Organisation Todt“ (10). Dazu gehörten ja auch Kriegs- und Strafgefangene.

Meine Retter haben mich aus der Gefahrenzone getragen, und dann kam ich in ein Feldlazarett, da wurde die erste Versorgung meiner Verletzung vorgenommen. Ich konnte nur auf dem Bauch liegen, was sehr unangenehm war.

Medizinische Versorgung in einem russischen Krankenhaus: Umschläge, Tee und Salben

Dann wurde ich in ein russisches Krankenhaus gebracht, ich glaube, es war bei Smolensk, das von den Deutschen in Beschlag genommen worden war. Dort arbeiteten russische und deutsche Krankenschwestern, eine war sogar aus Düsseldorf. An einen alten deutschen Arzt kann ich mich erinnern, der zu mir sagte: „Ja, wenn wir jetzt Urin von schwangeren Frauen hätten …!“ Offensichtlich galt das damals als Heilmittel für Schussverletzungen.

Man muss sich heute mal vorstellen, wie bescheiden die medizinischen Möglichkeiten waren, die den Ärzten, Sanitätern und Apothekern an den Kriegsschauplätzen zur Verfügung standen. Es gab kaum Tabletten, man wurde auch bei schweren Schussverletzungen mit Umschlägen, Tees, Tropfen und Salben behandelt. Die Salben stellte der Apotheker aus Lanolin und Vaseline selbst her. Sie wurden in kleinen Spanschachteln aufbewahrt.

In dem russischen Krankenhaus blieb ich einige Wochen. Ein Heimaturlaub war zu der Zeit unmöglich, deshalb durfte ich zehn Tage Urlaub in einem Erholungsheim in Kiew (damals Hauptstadt der zu Russland gehörenden Ukraine) verbringen, wo es gutes Essen und richtige Betten gab.

Erfroren und verhungert – nicht ausgerüstet für eiskalten Ukraine-Winter

Ich kam dann wieder zur Truppe, die in die Ukraine verlegt worden war. Dort habe ich den eiskalten Winter 1941/42 erlebt. In Deutschland wurden ja Kleidungsstücke gesammelt für die frierenden Soldaten, die gegen die Russen kämpften. Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie wir damals gefroren haben.

Ich glaube, die Russen haben bei ihrer Kriegsführung einkalkuliert, dass der russische Winter die beste Waffe gegen die Deutschen war. Für solche Temperaturen war die Wehrmacht nicht ausgerüstet. Viele Soldaten erfroren und verhungerten in diesem Winter. Es gab auch viel Erfrierungen an Händen, Füßen, Zehen und Ohren – manchmal mussten deshalb Gliedmaßen amputiert werden. Ich selbst hatte Erfrierungen an Händen und Ohren. Man musste dann die betroffenen Stellen mit Schnee abreiben, bis sie warm wurden. Es dauerte auch bei mir noch jahrelang, bis die Folgen der Erfrierungen endlich verschwanden.

Auch die Verpflegungslage wurde immer katastrophaler. In der Ukraine haben wir den Russen die letzten Tiere aus den Ställen geholt, damit wir nicht verhungerten. Nachschub aus Deutschland gab es nicht mehr. Natürlich war bei den ungeheuer niedrigen Temperaturen auch die persönliche Hygiene nahezu unmöglich.

Wir Soldaten haben furchtbar gestunken, und Läuse hatten auch die meisten von uns. Und dagegen besaßen wir kein Mittel. Die Läuse verursachten bei vielen Soldaten eine Art Typhus (11), das bekam ich glücklicherweise nicht. Auch Gelbsucht war zu dieser Zeit eine häufige Krankheit.

Wenn wir mal das Glück hatten, eine trockene Übernachtungsmöglichkeit in einer Scheune zu finden, versuchten wir, unsere Sachen notdürftig zu säubern. Ich frag mich heute noch, wie wir damals zurecht kamen. Es war kalt, schmutzig, wir waren schrecklich hungrig und es war zudem lebensgefährlich.

In der Ukraine, am Fluss Dnjepr, war es zum Stellungskrieg (12) gekommen. Die Front kam nicht mehr voran. Also mussten wir Soldaten uns eingraben wie im ersten Weltkrieg und den Kopf immer tief halten, um keine Kugel abzubekommen. Man musste Tag und Nacht höllisch aufpassen. Zu keiner Zeit konnte man sich sicher fühlen. Am Abend haben wir Verpflegung aus der Feldküche, auch Gulaschkanone genannt, geholt.

Todesangst wurde verdrängt

Manchmal musste man die sogenannte „Eiserne Portion“ (13) essen, weil es nichts gab. Ein Offizier, meist im Rang eines Leutnants, bilanzierte am Abend, welche „Ausfälle“ (also Todesfälle) es am Tag gegeben hatte.

Höhere Dienstgrade als Oberleutnant waren nicht zu sehen. Ich selbst war Obergefreiter. Eigentlich kann ich mich nicht erinnern, dass ich selbst Todesangst empfand. Wahrscheinlich habe ich diese Empfindung total verdrängt, denn jeder Soldat musste damals in dieser Situation Todesangst gehabt haben.

Klar, jeder musste damit rechnen, dass es gleich vorbei sein konnte, aber ich war abgestumpft. Und der Krieg war noch nicht beendet...


(1) Der 1. Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in Europa, in Vorderasien, in Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben. Er begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien … und endete am 11. November 1918.

Als 2. Weltkrieg wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. In Europa begann er am 1. September 1939 mit dem von Adolf Hitler befohlenen Überfall auf Polen … Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht endeten die Kampfhandlungen in Europa am 8. Mai 1945.

Quelle: wikipedia

(2) Es waren die Novemberpogrome 1938, auch Reichskristallnacht oder Reichspogromnacht genannt, Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich, die vom Nazi-Regime organisiert und gelenkt worden waren. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört.

Quelle: wikipedia


(3) Nazi ist ein Kurzwort für Anhänger des Nationalsozialismus

Quelle: wikipedia


(4) Juden sind Menschen einer ethnisch-religiösen Gruppe oder Einzelpersonen, die Sowohl Teil des jüdischen Volkes als auch Angehörige der jüdischen Religion sein können.

Quelle: wikipedia


(5) Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war eine Organisation im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Alle Jungen Deutschen beiderlei Geschlechts wurden ab 1935 verpflichtet, ihrem Volk im Reichsarbeitsdienst zu dienen.

Quelle: wikipedia


(6) Der Überfall auf Polen am 1. Sept. 1939 war der Angriff des nationalsozialistischen Deutschland auf die Zweite Polnische Republik, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann. Nach mehrmonatigen diplomatischen Spannungen und dem zur Rechtfertigung des Angriffs vorgetäuschten Überfall auf den Sender Gleiwitz befahl Adolf Hitler der Wehrmacht den lange geplanten Polenfeldzug, der von Truppen des Slowakischen Staats unterstützt wurde. Als unmittelbare Folge erklärten am 3. September 1939 Frankreich und das Vereinigte Königreich aufgrund ihrer Garantieerklärung für Polen dem Deutschen Reich den Krieg. Ihre begrenzten militärischen Maßnahmen wie die Saar-Offensive waren jedoch nicht zur Entlastung Polens geeignet. Unterstützt von der Luftwaffe rückten zwei deutsche Heeresgruppen von Norden und Süden auf polnischem Territorium vor. Deutsche Truppen erreichten am 8. September die Hauptstadt Polens, die nach der Schlacht um Warschau am 28. September 1939 kapitulierte.


(7) Die Schutzstaffel (SS) war eine nationalsozialistische Organisation in der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus, die der NSDAP und Adolf Hitler als Herrschafts- und Unterdrückungsinstrument diente. In ihren Verantwortungsbereich fielen ab 1934 Betrieb und Verwaltung von Konzentrations-, ab 1941 auch von Vernichtungslagern, sie war sowohl an der Planung wie an der Durchführung des Holocausts und anderer Völkermorde vorrangig beteiligt …

Quelle: wikipedia


(8) Unternehmen Barbarossa war der Deckname für den nationalsozialistischen Angriffskrieg der Wehrmacht auf die Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs. Der militärische Überfall am 22. Juni 1941 eröffnete den Deutsch-Sowjetischen Krieg. Bereits 1925 hatte Hitler die Vernichtung des Bolschewismus zu einem ideologisch-politischen Hauptziel des Nationalismus erklärt. Er hatte den Angriff auf die Sowjetunion nach dem Sieg über Frankreich im Juni 1940 ins Auge gefasst und dem Oberkommando der Wehrmacht (OKW) am 31. Juli 1940 eröffnet. Mit der Weisung Nr. 21 erteilte Hitler dem OKW am 18. Dezember 1940 den Befehl zur Vorbereitung der Militäroperation unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“.


(9) Die „Kesselschlacht bei Smolensk“ vom 10. Juli bis zum 10. September 1941 war eine Schlacht zwischen der deutschen Wehrmacht und der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. Namensgebend ist die Stadt Smolensk am Dnepr im Westen Russlands nahe zu Weißrussland. Tausende Bewohner der Stadt kamen ums Leben oder wurden zwischen 1941 und 1943 zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich gebracht. Erst im Herbst 1943 wurde die Stadt von der Roten Armee zurückerobert.

Quelle: wikipedia


(10) Die Organisation Todt war eine nach militärischem Vorbild organisierte Bautruppe, die den Namen ihres Führers Fritz Todt trug. Die 1938 gegründete Organisation unterstand ab 1940 dem Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Sie wurde vor allem für Baumaßnahmen in den von Deutschland besetzten Gebieten eingesetzt.

Quelle: wikipedia


(11) Fleckfieber, auch Läusefieber, Läusefleckfieber, Lazarettfieber oder Faulfieber genannt. Es ist eine Infektion mit Mikroorganismen, die durch Läuse, Milben, Zecken oder Flöhe übertragen werden kann.

Quelle: wikipedia


(12) Als Stellungskrieg bezeichnet man eine defensive Form der Kriegsführung, die von statischen Frontverläufen geprägt ist. Charakteristisch ist hierbei meist die Sicherung der Fronten durch ausgedehnte Systeme von Feldbefestigungen, weshalb es sich bei vielen Stellungskriegen um Grabenkriege handelt.

Quelle: wikipedia


(13) Bei Ausfall der regulären Verpflegung konnte die besonders verpackte Notverpflegung – nur auf ausdrücklichen Befehl des kommandierenden Offiziers – geöffnet und verzehrt werden. Sie wurde offiziell „Eiserne Portion“ genannt. Pro Soldat wurden zwei Eiserne Portionen auf der Feldküche oder einem Trossfahrzeug mitgeführt. Für die Wehrmacht bestand diese standardmäßig aus 300 g Brotration (einer Packung Hartkekse, Knäckebrot oder Zwieback), einer 200-g-Fleischkonserve, 150 g Fertiggericht (z.B. eingedoster Gemüseeintopf oder Erbswurst und 20-g-Tütchen Kaffeepulver.

Quelle: Fußnote aus dem Buch „Man wird gelebt“

Auszug aus „Man wird gelebt“, erzählt von Gerhard W., aufgeschrieben von Rosi A. (2013), bearbeitet von Barbara H.

Foto: Th. Rüdesheim/Pixabay

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